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Bouldern Anfängerkurs – Erlebnisbericht

Seit einigen Monaten bin ich mehr oder weniger aktiv am bouldern. Trotz relativ schnellem Fortschritt haben ein paar Freunde und ich uns entschlossen, einen Anfängerkurs mitzumachen, um einfach auf den richtigen Grundlagen aufzubauen. Hier ein kleiner Erlebnisbericht dazu.

Was ist denn „bouldern“?!

Das Wort „boulder“ kommt aus dem englischen und bedeutet Felsblock. Mit dem Begriff bouldern bezeichnet man das Klettern an Felsblöcken, Felswänden oder künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe. Das Ganze findet ohne Seil statt und wird durch eine Matte unter dem Kletternden abgesichert. In der Boulderhalle ist der Boden mit dicken Matten ausgelegt, auf denen die Verletzungsgefahr deutlich gesenkt wird. Glücklicherweise beschränken sich die Verletzungen bei mir bisher auf leichte Abschürfungen. 🙂

In der Boulderhalle läuft das dann so ab, dass man mehrere Wände hat, an denen hunderte farbige Griffe und Tritte angeschraubt sind. Man sucht sich dann eine dieser Farben aus (diese stellen in der Boulderwelt auch gleichzeitig den ungefähren Schwierigkeitsgrad dar) und klettert die Route vom Startboulder (der niedrigste, greifbare Griff) bis zum Topboulder (der letzte greifbare Griff) während man nur Griffe und Tritte dieser Farbe benutzt. Hier ist für jeden was dabei, die niedrigen Schwierigkeitsgrade sind auch für Anfänger sehr gut geeignet.

 

Was braucht man dafür?

Zum bouldern benötigt man nicht viel:

  • Kletterschuhe (gibts in der Boulderwelt – wo ich bouldere – zum Beispiel einfach zum Ausleihen)
  • Bequeme, nicht zu weite Klamotten, die genug Bewegungsfreiheit bieten. Wenn die Kleidung zu weit ist könnte man hängenbleiben oder sieht nicht, wo man hintritt.
  • Vielleicht ein wenig Chalk, welches gegen schwitzige Hände hilft – ist aber kein Muss
  • Handcreme – Auch das ist kein Muss, aber glaubt mir, eure Hände werden mich dafür nach den ersten Malen lieben!

 

Der Kurs

Der Anfängerkurs, an dem ich teilgenommen habe, fand in der Boulderwelt am Ostbahnhof in München statt. Insgesamt dauerte es drei Tage (jeweils eine Woche Pause dazwischen) und jeder Termin dauerte anderthalb Stunden. Die Kosten betrugen 59€, allerdings sind hier Eintritt und Leihschuhe schon mitinbegriffen, daher sind die Kursgebühren selbst sehr niedrig meiner Meinung nach.

 

Tag 1

Am ersten Termin ging es relativ anstrengend mit Aufwärmtraining in der Kinderwelt los (bei gefühlten 43°C, das hat sicherlich zur Anstrengung beigetragen). Der Trainer erklärte grundlegende Techniken, zeigte uns das Aufwärmprogramm und danach sollten wir einfach mal probemäßig ein wenig an der Kinderwand entlang klettern. Hier wurde schonmal Grundlage Nummer 1 behandelt: Das Klettern am langen Arm. Die Arme sollten beim bouldern immer so gut wie möglich komplett ausgestreckt sein, die Kraft sollte aus den Beinen kommen. Je länger man den Arm gebeugt hält, umso schneller wird er ermüden da der Blutfluss in den Unterarm durch den Oberarmmuskel gebremst wird.

Nachdem die Anfänge recht schnell geklappt haben – alle Teilnehmer waren schonmal bouldern – ging es raus in die große Halle und es wurden einige einfache Anfängerboulder dort angegangen. Dazu kamen noch einfache Techniken wie Trittwechsel. Die Zeit verging wie im Flug und schon waren die anderthalb Stunden zuende. Der Trainer ist hier gut auf die Probleme der einzelnen eingegangen und hat sich für jeden ausreichend Zeit genommen, allerdings war es an diesem Tag sehr voll in der großen Halle. Aber wir haben trotzdem eine Ecke für uns gefunden.

 

Tag 2

Der zweite Kurstag ging wieder mit leichtem Aufwärmtraining in der Kinderwelt los (in der eindeutig ein Ofen versteckt ist irgendwo!) mit anschließendem kurzem Technikteil. Hier wurde der Körperschwerpunkt angesprochen, welcher beim bouldern immer unter den Händen liegen sollte. Verschiebt sich der Körperschwerpunkt zur Seite tritt die sogenannte „offene Tür“ auf, sobald man nur noch eine Hand benutzt. Dabei kippt der Körper von der Wand unkontrollierbar weg. Außerdem hat unser Trainer uns gezeigt, wie man mit den Beinen den Körperschwerpunkt verlagern kann, auch wenn man nur auf einem Bein an der Wand steht.

Während der Übungszeit in der großen Halle (diesmal schon mit deutlich fordernderen Bouldern) kam außerdem noch das sogenannte Reibungsklettern zur Sprache. Beim Reibungsklettern benutzt man nicht die Tritte für die Füße (welche es ja draußen am Fels auch nicht immer gibt) sondern stellt die Füße einfach an der Wand ab. Durch die Gummisohle entsteht hier genug Reibung um Halt zu finden. Klingt anstrengend – ist es auch, aber hat großen Spaß gemacht.

 

Tag 3

Tag drei stand ganz im Zeichen der Übung. Wir nahmen wieder schwerere Boulder in Angriff und der Trainer gab uns Tipps, wo wir uns verbessern können. Außerdem kam noch die Technik des Spreizens und Stemmens dazu. Beim Spreizen werden die Beine zum Beispiel in einer Ecke an Tritten auf beiden Seiten abgestellt sodass man im besten Fall sogar ohne Hände frei stehen kann. Beim Stemmen benutzt man die Hände, um sich von geeigneten Griffen nach oben zu stemmen, anstatt sich an höheren Griffen hochzuziehen. Kombiniert kann man damit schrittweise sehr gut an Höhe gewinnen um dann später bessere Griffe zu erreichen oder kann sich auch zeitweise gut in gespreizter Position ausruhen und die Hände entlasten.

 

Fazit

Der Kurs hat mir viel Spaß gemacht und mir auch viel gebracht. Das Bouldern hat auch davor schon Spaß gemacht und wird häufiger gemacht, kann ich jedem nur empfehlen, es mal auszuprobieren. Für mich hat es sich davor sehr langweilig angehört aber es gibt einem viele Möglichkeiten, sich zu Überwinden und über sich hinauszuwachsen und ist ein tolles Ganzkörpertraining.

 

Warst du selbst schonmal Klettern oder Bouldern oder hast du Fragen dazu? Dann schreib mir einfach einen Kommentar unter den Artikel.

1 Kommentar zu „Bouldern Anfängerkurs – Erlebnisbericht“

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